Schöne Aussichten
Niederösterreich von oben
Sanfte HĂŒgel, dichte WĂ€lder, wilde FlusslĂ€ufe, historische WinzerstĂ€dtchen: Ăsterreichs gröĂtes Bundesland ist bekannt fĂŒr seine prĂ€chtigen Landschaften. Von oben betrachtet liegen die herrlichen Flecken der Region direkt zu FĂŒĂen. Ein Wegweiser zu atemberaubenden Aussichtspunkten, um Niederösterreich aus der Vogelperspektive zu genieĂen.
Es heiĂt, um klar zu sehen, genĂŒgt oft ein Wechsel des Blickwinkels. Betrachtet man die Welt von oben, kommen die Gedanken zur Ruhe, der Kopf wird frei und so manches Problem verliert in der Höhenluft an Tragweite. Niederösterreich ist ein guter Ort fĂŒr einen solchen Perspektivenwechsel â mit zahlreichen Aussichtspunkten fĂŒr ein Naturerlebnis ĂŒber den Dingen.
Seekopf- und Ferdinandwarte: Hoch ĂŒber der Wachau
Das UNESCO Weltkulturerbe Wachau, ein bezauberndes Flusstal zwischen zwischen Krems und Melk, hat aus jeder Perspektive seinen Reiz: wandernd in den steilen TerrassenweingĂ€rten, auf einer RollfĂ€hre ĂŒber die Donauwellen schaukelnd oder vom Fahrradsattel aus beim Radeln entlang des majestĂ€tischen Flusses. Um auch noch den Blick von oben auf die einzigartige Flusslandschaft zu genieĂen, könnte man eine Wanderung auf den 671 m hohen Seekopf einplanen. Die familientaugliche Route fĂŒhrt entlang des âStoamandl-Wegesâ, benannt nach 7 angeblich verzauberten SteinmĂ€nnlein, die den Aufstieg sĂ€umen. In steilen Serpentinen geht es vorbei an Gneisfelsen und dichten Eichen- und KiefernwĂ€ldern hinauf zum Seekopf-Gipfel. Wen es noch ein StĂŒck weiter hinaufzieht, der erklimmt die moderne 15 Meter hohe Aussichtswarte des Architektenduos Hepp Schillinger und sieht mit jedem Höhenmeter ein wenig mehr Donau zwischen den BĂ€umen aufblitzen. Oben auf der groĂen hölzernen Panoramaplattform schweben die Wanderer gewissermaĂen in den Baumwipfeln â und werden mit einem fantastischen Rundumblick auf das Stift Göttweig, den Ătscher, DĂŒrnstein mit seinem blauen Turm und das Tullnerfeld belohnt. Nur einen Steinwurf von der Seekopf-Aussichtswarte entfernt im Gemeindegebiet Bergern/Dunkelsteinerwald eröffnet deren âĂ€ltere Schwesterâ Ferdinandwarte nicht minder spektakulĂ€re Ausblicke auf das Donautal. Errichtet im Jahr 1890 vom Ăsterreichischen Touristenclub, wurde die historische Aussichtswarte nach Thronfolger Erzherzog Ferdinand benannt und erst 2023 originalgetreu saniert.
https://www.niederoesterreich.at/ausflugsziele/a-seekopf-und-hirschwand
https://www.niederoesterreich.at/ausflugsziele/a-ferdinandswarte
20-Schilling-Blick: Auf Zeitreise am Semmering
Bis zum Jahr 2002 war in Ăsterreich noch die 20-Schilling-Banknote im Umlauf. Auf der eine Seite zierte sie das Konterfei von Carl Ritter von Ghega, dem Erbauer der Semmerningbahn von Gloggnitz nach MĂŒrzzuschlag, einem wahren Pionier seiner Zeit. Auf der RĂŒckseite des Scheins war das sogenannte âKalte RinneââViadukt der Semmeringbahn, umgeben von Pollereswand, Rax und Schneeberg, abgebildet. Die Scheine wurden mit der EinfĂŒhrung des Euro eingestampft, die 184 Meter lange und 46 Meter hohe EisenbahnbrĂŒcke ist noch immer architektonisches Highlight der ersten Hochgebirgsbahn Europas, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zĂ€hlt. Der Aussichtspunkt mit dem herrlichen Panorama heiĂt heute ehrenhalber “20 Schilling Blickâ und ist eine Etappe des gut ausgebauten 17 Kilometer langen Bahnwanderwegs. Wer mehr ĂŒber die goldenen Zeiten des Eisenbahnbaus erfahren mag, besucht auch gleich das Ghega-Museum im nahen Breitenstein, das sich in einem ehemaligen BahnwĂ€rterhĂ€uschen dem spannenden Leben des visionĂ€ren Ingenieurs widmet.
https://www.wieneralpen.at/ausflugsziele/a-blickplatz-20-schilling-blick
Am Nebelstein: 360-Grad-Blick ĂŒbers Waldviertel
VertrĂ€umte Auenlandschaften, dampfende Hochmoore, groteske Felsformation und Wald, soweit das Auge reicht: UnberĂŒhrte, beinahe mystische Natur prĂ€gt das Bild des oberen Waldviertels, ganz im Norden Niederösterreichs. Vom Nebelstein bei Moorbad Harbach, mit seinen 1.017 Metern einer der höchsten Erhebungen, eröffnet sich an klaren Tagen ein fantastischer Rundumblick auf diesen mĂ€rchenhaften Landstrich. Am Aussichtspunkt des Gipfels schweift der Blick ĂŒber die dicht bewaldeten Gratzer Berge im nahen Tschechien, die Tiefebene der Lainsitz und das sanfte Waldviertler HĂŒgelland. An klaren Tagen lĂ€sst sich am Horizont sogar der Ătscher ausmachen. Entlang des Nebelstein Erlebnis-Wanderweges wird die Besteigung des Eintausenders zum Familienevent â mit Reh-und Wildschweinsichtungen vom Hochstand, Steinplatz fĂŒr Mini-Geologen und dem magischen Blick durch ein âVisholoâ, das die Namen der umliegenden Berge und Dörfer direkt in die Landschaft zaubert. Auf hungrige GipfelstĂŒrmer wartet eine StĂ€rkung in der urigen NebelsteinhĂŒtte. Die hausgemachten Waldviertler Knödel (nur am Wochenende auf der Karte) sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. https://www.waldviertel.at/natur-nebelstein
Retzer WindmĂŒhle: Das Weinviertel zu FĂŒĂen
Weithin sichtbar auf einer Anhöhe zwischen Retz und dem Manhartsberg thront inmitten von WeingĂ€rten die historische Retzer WindmĂŒhle, seit 1833 im Besitz der Familie Bergmann. Das Wahrzeichen der alten Weinstadt ist heute nach seiner Restaurierung durch niederlĂ€ndische WindmĂŒhlenbauern die einzige betriebsfĂ€hige, mit natĂŒrlicher Windkraft betriebene, GetreidemĂŒhle Ăsterreichs â und zudem ein wunderbarer Platz, um den herrlich weiten Blick ins Weinviertel zu genieĂen. Wie so eine WindmĂŒhle funktioniert und warum der MĂŒller einst neben seinen Mahlkenntnissen auch ein gehöriges Geschick fĂŒr Zimmermanns- und Steinmetzarbeiten mitbringen musste, erfahren Neugierige mehrmals tĂ€glich in spannenden FĂŒhrungen. Auch am nahen Kalvarienberg , beim WindmĂŒhlheurigen von Helmut und Petra Bergmann, wird Ins-Land-hinein-schaun zur lohnenden NachmittagsbeschĂ€ftigung. Bei einem kĂŒhlen Glas GrĂŒner Veltliner auf der schicken Sonnenterrasse schweift der Blick weit ĂŒbers Retzer Land. https://www.retzer-land.at/retzer-windmuehle
Hohe Wand Skywalk: Dem Himmel so nah
Nur 40 Fahrminuten von den Toren Wiens entfernt erhebt sich das 1.000 Meter hohe Kalksteinplateau der Hohen Wand, das bequem ĂŒber eine PanoramabergstraĂe erreichbar ist. Schon 1969 wurde das mĂ€chtige Hochplateau zum Naturpark erklĂ€rt, denn seltene Tier- und Pflanzenarten haben hier ihr Zuhause. Wer GlĂŒck hat, trifft auf einen Uhu, Ziegenmelker oder Schwarzspecht. Pflanzenliebhaber freuen sich beim Anblick der seltenen Orchideen, Kuhschellen oder TĂŒrkenbundlilien, die hier wachsen. Das Highlight der Hohen Wand ist aber der atemberaubende Rundumblick von hier oben. Mutige genieĂen das Panorama vom Skywalk aus, der hier in den Felsen geschlagen wurde. Steht man ganz vorne und blickt durch den Gitterboden, stellt sich ein GefĂŒhl des Schwebens ein â Schwindelfreiheit ist da sicher kein Nachteil. Im Skywalk Kino wird die Landschaft zur Leinwand und der Blick auf Wiener Neustadt, den Neusiedlersee und die ungarische Tiefebene zum Programm. Besonders nett: Die Paragleiter beim Gleiten durch die LĂŒfte beobachten. Und immer wieder nimmt hier oben einer den Songtitel âLove is in the airâ wörtlich und geht am Hohe Wand Skywalk fĂŒr einen Heiratsantrag auf die Knie.
https://www.wieneralpen.at/ausflugsziele/a-naturpark-hohe-wand-skywalk
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