Feste, Märkte & Festivals 2026

Bayerisch-Schwaben in Feierlaune

Augsburg, Januar 2026: Auch 2026 zeigt sich Bayerisch‑Schwaben wieder als Region voller lebendiger Begegnungen, kultureller Impulse und festlicher Momente. Vom Nördlinger Ries über Augsburg und die Flusstäler rund um die Donau bis hinein ins Alpenvorland ist der Veranstaltungskalender das ganze Jahr über prall gefüllt mit traditionsreichen Volksfesten, quirligen Märkten, vielfältigen Festivals und einem Programm für Jung und Alt. Der Tourismusverband für Bayerisch-Schwaben präsentiert die Highlights der Region jetzt neu und einladend unter www.bayerisch-schwaben.de/feste. Eine Auswahl von Tipps rund ums Jahr:

Fünfte Jahreszeit: Die Narren sind los
Zur Faschingszeit herrscht kunterbunter und farbenfroher Ausnahmezustand in vielen Städten und Gemeinden Bayerisch-Schwabens. Eine Besonderheit: der Dillinger Nachtumzug, der sich am Rußigen Freitag pünktlich um 19:11 Uhr in Bewegung setzt – 120 beleuchtete Wagen, 3.500 Mitwirkende und über 15.000 Zuschauer verwandeln die pittoreske Altstadt in eine ausgelassene Partyzone (13.2.2026). „Brezga raus, Brezga raus, Hio!“ hallt es im nahen Burgau durch die Gassen. Dort beginnt der Rußige Freitag traditionell mit der Kinderbrotspeisung: Angeführt vom Trommler-Albert ziehen kleine Elfen, Einhörner, Prinzessinnen und Clowns durch die Stadt, Bonbons und Gummibärchen fliegen durch die Luft und für die jungen Narren gibt es frische Brezen direkt auf die Hand. Der Umzug am Rosenmontag läutet in der Markgrafenstadt den Endspurt der närrischen Zeit ein (13./16.2.2026). Weitere Termine www.bayerisch-schwaben.de/fasching

Feste mit Tradition: ein Hoch auf die Historie
Zum Immateriellen Kulturerbe Bayerns zählt das traditionsreiche Stabenfest, eines der ältesten Kinderfeste Deutschlands, das man in Nördlingen schon seit dem Mittelalter feiert – mit Blasmusik, Stabenklettern und der wunderbar knusprigen Stabenwurst. Der schulfreie Montag ist der Lieblingstag der Nördlinger Kinder, die an diesem Tag festlich geschmückt durch die Nördlinger Altstadt hinaus zum Festplatz auf der Kaiserwiese ziehen (8.–11.5.2026).
Bis ins Jahr 1737 reichen die Ursprünge des Fischerstechens auf der Wörnitz in Donauwörth zurück. Wie schon anno dazumal versuchen die Männer einander gegenseitig mit langen Stangen von ihren Zillen ins Wasser zu stoßen. Drumherum wird vier Tage lang das Inselfest gefeiert – mit Weißwurstfrühstück, Musikprogramm und Hüpfburg für die Kleinen (3.–6.6.2026).

Augsburger Plärrer, Nördlinger Mess, Günzburger Volkfest: Vom Frühling bis zum Herbst werden Volkfeste in Bayerisch-Schwaben veranstaltet. In Günzburg wird der Festplatz an der Donau zehn Tage im August zur Feiermeile – mit Festzelt, Blasmusik und rasanten Fahrgeschäften. Zum Auftakt bewegt sich ein Umzug mit Fahnenabordnungen und Musikvereinen durch die Altstadt. Nach dem feierlichen Bieranstich kann die Gaudi beginnen (7.–16.8.2026).

Neben dem Historischen Markt in Oettingen (15.–17.5.2026) reist auch die Stadt Aichach bei den Mittelalterlichen Markttagen 2026 in die Vergangenheit. Das Ertönen der Fanfaren am Rathaus ist der Auftakt. Drei Tage lang tummeln sich dann Gaukler, Feuerschlucker und Marketenderinnen in originalgetreuen Kostümen auf den Plätzen der Altstadt. Wer mag, versucht sich in den Künsten des Bogenschießens, Ledergerbens oder Korbflechtens. Die Kleinsten dürfen sich beim Kinderspectaculum als Ritter verkleiden und ihre eigenen Schilder und Schwerter bemalen (11.–13.9.2026).

„Nach der vielen Arbeit Schwere, an Leonhardi die Rösser ehre“, so eine alte Bauernregel zum Festtag des heiligen Leonhard. Bei den traditionellen Leonhardritten im Spätherbst danken die Bauern dem Schutzpatron der Tiere für seinen Beistand. Auch in der Fuggerstadt Weißenhorn erhalten Pferde und Reiter wie schon vor Jahrhunderten den Segen von oben. Nach dem Festgottesdienst bewegen sich die prachtvollen geschmückten Gespanne in einer feierlichen Prozession zur Pferdesegnung (25.10.2026).

Marktbummel mit besonderen Kulissen: Fuchsien, Engel, Töpferkunst
Marktzeit ist in Bayerisch-Schwaben das ganze Jahr über – von bunten Frühlings- bis zu zauberhaften Weihnachtsmärkten. Schon vier Wochen vor Ostern lassen sich im Sisi-Schloss im Aichacher Stadtteil Unterwittelsbach kleine Kunstwerke rund ums Osterei bewundern: Eier in Aquarelltechnik, bestickt, mit edler Seide oder antiker Spitze, aus Perlmutt, Bernstein oder Holz. Wer mag, kann den Künstlern bei ihrer filigranen Arbeit über die Schultern gucken (14./15.3.2026).
Und auch beim Ostermarkt vor der Kulisse von Kloster Roggenburg stellen sich Frühlingsgefühle ein. Wer noch Deko-Inspiration für daheim sucht, ist hier genau richtig: Liebevoll gestaltetes Kunsthandwerk, Palmkätzchenzweige, Osterkerzen und natürlich Ostereier in allen Varianten sind die perfekten Hingucker für den Ostertisch (7./8.3.2026).

Ende Mai ehrt die Stadt Wemding im Ries einen großen Sohn mit dem jährlichen Fuchsien- und Kräutermarkt: den Medizinprofessor und Botaniker Leonhart Fuchs, der im 16. Jahrhundert hier geboren wurde. Unter dem Fenster seines Geburtshauses blüht dann ein leuchtendes Meer aus Fuchsien. Auch edle Rosen, seltene Stauden, Kakteen, Bonsais und würzig-duftende Kräuter können Gartenfreunde hier erstehen (30./31.5.2026).

Die Vielfalt der Töpferkunst bekommt in Bayerisch-Schwaben ebenfalls eine Bühne. Beim Töpfermarkt im Museumshof Oberschönenfeld erleben Besucher Keramik in all ihren Facetten: Gebrauchsstücke, Schmuck, feines Porzellan und Gartenobjekte – gefertigt in kleinen Werkstätten und Familienbetrieben (4./5.7.2026). Und auch in der Herzogstadt Friedberg dreht sich ein Wochenende lang alles um die Kunst des Töpferns. Allein der Ort des Sonnwend-Töpfermarkts, der Stadtgarten mit altem Baumbestand und malerischem Stadtteich, ist den Besuch wert. Zum Bestaunen und Mitnehmen gibt es Dekoartikel für Haus und Garten, Gebrauchsgegenstände, Pflanzgefäße und viel Kreatives mehr (21./22.6.2026).

Herbstlich wird es beim Apfel- und Kartoffelmarkt rund um die Umweltstation mooseum in Bächingen. Hier lernen kleine und große Besucher so einiges über die Vielfalt regionaler Lebensmittel – heimisches Obst und Gemüse, Liköre, Säfte und besondere Schmankerl. Bei der Pflanzentauschbörse wechseln Stauden und Setzlinge unkompliziert die Besitzer. Und wer neugierig ist, welche alten Obstsorten im eigenen Garten wachsen, kann seine Äpfel zur Bestimmung mitbringen (20.9.2026).

Mit der Eröffnung des Augsburger Christkindlesmarkts beginnt schließlich die Adventszeit. Liebevoll dekorierte Marktstände verwandeln den Rathausplatz und die umliegenden Straßen in eine festliche Weihnachtslandschaft. Höhepunkt für Groß und Klein: Das Engelesspiel, das nach dem Vorbild eines Gemäldes von Hans Holbein in der erleuchteten Fassade des Renaissance-Rathauses aufgeführt wird – ein Augsburger Ritual, das Jahr für Jahr die Herzen wärmt (23.11.–24.12.2026).

Festivals in jeder Tonart: Klassik, Jazz und Donau-Beats
Die schwäbische „Hauptstadt“ Augsburg feiert den Sommer und das nach allen Regeln der Kunst. Bei den Augsburger Sommernächten wird die alte Fuggerstadt drei Tage lang zur Festivalzone. An 17 Spielorten machen Live-Acts von Swing und Latin über Indie und Hip-Hop bis Rock und Pop die Stadt zur Bühne und die Sommernächte zum lauten Statement für ein friedliches Miteinander (25.–27.6.2026).
Der Internationale Augsburger Jazzsommer bringt auch in diesem Jahr Spitzenjazz aus aller Welt in die Stadt. Inmitten des Blütenmeers im Botanischen Garten oder im Brunnenhof im Zeughaus genießen die Konzertbesucher hochkarätige Jazz-Acts unter Sternen (8.7.–12.8.2026). Und auch bei den herbstlichen LightNights im Oktober stellt Augsburg wieder seine Strahlkraft als pulsierende Kulturmetropole unter Beweis. Kreative Projektionen und Lichtinstallationen verwandeln die Innenstadt in ein magisches Gesamtkunstwerk (16.–18.10.2026).

Menschen, Kulturen und Klänge bringt das Internationale Donaufest Ulm/Neu‑Ulm zusammen. Zehn Tage lang verwandeln sich die Ufer der Zweilandstadt in ein Festivalareal mit rund 150 Veranstaltungen. Musik von Klassik bis Balkan‑Beats, Literatur, Theater, Tanz, Ausstellungen und ein vielseitiges Familienprogramm zeigen die Donau in all ihren Facetten. Herzstück: der Markt der Donauländer mit Kunsthandwerk und Kulinarik vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer (3.–12.7.2026).

Zum brodelnden Festivalgelände mutiert auch der traumhafte Garten von Gut Sulz beim Rainer Winkel Festival. So viel ist sicher: Es wird wieder „wuid und laut“ am Gutshof bei Rain am Lech – mit Künstlern wie Django 3000, Loisach Marci mit seinem Alphorntechno oder dem afrikanische Chor Les Cherubins (30.7.–2.8.2026). Zwei hochkarätige Klassikfestivals an zwei traditionsreichen Kulturstätten setzen im Donauries ebenfalls Akzente. Die Nähe zu den Künstlern macht den besonderen Reiz der Schlosskonzerte auf Schloss Leitheim aus: Im prachtvollen Rokoko-Festsaal lassen sich angesehene Kammermusik-Ensembles wie das Nova Quartet, Apollo 5 oder Lionel und Demian Martin hautnah erleben (20.5.–11.10.2026). Das Programm der Residenzkonzerte Oettingen spannt einen Bogen von Barock über Beethoven bis Bowie – mit renommierten Orchestern und jungen Ausnahmetalenten. Die Location könnte schöner nicht sein: Die Konzerte finden im opulent mit Wessobrunner Stuck dekorierten Prunksaal und teils auch im Schlosshof open-air statt (9.5.–17.10.2026).

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